Home
HomeSushi BarTake AwaySushi ShopKnow Howüber Kaiten
Japanische Ess-Knigge   Bestellung   Menüzusammenstellung   Wie man Sushi isst   Getränke & Suppen   Sushi-Arten   Sushi Koch   Sushi-ABC   <<

In Japan ist vieles anders auch das, was wir Westeuropäer unter guten Essmanieren verstehen. Zwar gibt es auch im fernen Asien Benimmregeln, wie eigentlich überall auf der Welt, doch manches ist eben anders als bei uns. Deshalb ist es ratsam, die Unterschiede zu kennen, um unnötige Missverständnisse zu vermeiden. Nur wenigen Dinge überwinden Grenzen und Kulturen so mühelos wie das Essen; wir wollen daher ein wenig auf dieser wunderschönen Brücke wandeln.

Zunächst einmal; keine Angst vor fremden Sitten! In Japan ist so manches erlaubt, was wir uns als Kinder immer gewünscht haben, etwa wie das hemmungslose Schlürfen von Nudeln und Suppen. Diese lautlos zu essen, ist in Japan fast eine Beleidigung, kein Geräusch kein Geschmack. Und dafür gibt es eine ganz praktische Erklärung: die heissen Nudeln werden beim Schlürfen abgekühlt. Aber warum werden kalte Nudeln dann mit demselben Geräuschepegel vertilgt? Eine zweit Theorie besagt, dass Nudeln seit jeher bevorzugt von der Arbeiterklasse verzehrt wurden. Diese Bevölkerungsschicht war immer etwas ungehobelter und lautstärker, entsprechend die Art des Essens.

Bei einem Reisgericht steckt man die Stäbchen nie in den Reis, sondern benützt das Stäbchenbänken oder man legt sie auf dem Tisch. Aufrecht in die Reisschale gesteckt werden Stäbchen oder Räucherkerzen nur an Beerdigungen und auf dem Altar.

Die Tradition gibt den Japanern vor, dass die Angehörigen eines Verstorbenen die Knochen der eingeäscherten Leiche untereinander mit Stäbchen weiterreichen. Reichen Sie deshalb unter keinen Umständen Essen-Häppchen von Stäbchen zu Stäbchen weiter. Dieser Ritual ist in Japan ausschliesslich der Beerdigungzeremonie vorbehalten!

Spiessen Sie Essen niemals auf! Dies wirkt etwa, wie wenn hier zu Lande jemand eine Kartoffel mit dem Messer aufspiesst. Es gilt zudem als sehr unhöflich, mit den Stäbchen in der Luft herumzufuchteln oder damit auf jemanden zu zeigen.